Leserbrief an die Zeitschrift Ökotest von Dr. Karl-Heinz Graf

Öko-Zahngesundheit mit Fluoriden ??

Leserbrief zur Bewertung von Zahnpasten in der Ausgabe „Ökotest 8/2016“

Von einer Testzeitschrift, die Wert auf ihren Zusatz „Öko“ legt könnte man erwarten, dass sie nicht nur den sog. „wissenschaftlichen Mainstream“ nachplappert, sondern sich auch kritisch mit anderen, alles andere als unwissenschaftlichen Untersuchungen, auseinandersetzt. Gerne wäre Ihnen bei Ihren Recherchen zur „Qualität der Zahnpasten“ die „Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie – aktiv für Mensch und Umwelt“ (www.dguht.de) hilfreich zur Seite gestanden.

Sie bewerten in Ihren Tests alle Zahncremes ohne Fluoride prinzipiell negativ und lassen dabei folgende Fakten ausser Acht:

  • Fluorid ist ein kumulatives Gift, das nur zu ca. 50 % über die Nieren ausgeschieden wird, der Rest sammelt sich in Geweben wie Knochen, Drüsen, Bindegewebe etc.
  • Die Zahnfluorose scheint mit einer Enzymhemmung(Dan Besten 1999)

vergesellschaftet zu sein

  • Fluoride bilden mit vielen Metallionen, u.a. auch Ca und Mg, Komplexe und behindern somit deren Coenzymfunktion (Mahaffey 1976; Allain 1996; Varner 1998) und somit den Stoffwechsel
  • Es konnte eine lineare Wechselbeziehung zwischen der Schwere der Zahnfluorose und der Frequenz der Knochenbrüche an Kindern gezeigt werden(Alacron-Herrera 2001)
  • Unter Fluorideinwirkung kam es zu einer höheren Anzahl von Frakturen, insbesondere von Hüftfrakturen (Inkovaara 1975; Gerster 1983; Dambacher 1986; O´Duffy 1986; Hedlund 1989; Bayley 1990; Gutteridge 1990 u. 2002; Orcel 1990; Riggs 1990; Schnitzler 1990);
  • Fluoride greifen die Oberflächen von Titan-Implantaten an und bewirken so eine erhöhte Titan-Belastung im Organismus
  • Fluoride in hohen Dosen bewirkten in Tierversuchen Fruchtbarkeitsstörungen. Es schadete der Spermienproduktion und erhöhte die Unfruchtbarkeit (Kour 1980; Chinoy 1989 u. 1991; Kumar 1994; Narayana 1994; Zhao 1995; Elbetieha 2000; Ghosh 2002; Zakrzewska 2002);
  • Unter Fluoriden wird die Aktivität der Schilddrüse verringert. (Stecher 1960; Waldbott 1978; Bachinkii 1985
  • Bei Versuchen mit Ratten zeigten sich morphologische Veränderungen an Niere und Gehirn und erhöhte Aluminium-Werte im Gehirn. Auch für Morbus Alzheimer charakteristische Anreichungen von Betaamyloid im Gehirm wurden nachgewiesen (Varner 1998)

Das häufig zitierte Gegenargument, die geringe Dosierung dieser regelmäßigen Fluoridgaben sei toxikologisch unbedenklich und würden diese und auch noch andere „Nebenwirkungen“ nicht auslösen ist insofern nicht zutreffend, weil Fluorid, wie schon aufgeführt, ein kumulatives Gift ist, das nur zu ca. 50 % über die Nieren ausgeschieden wird, der Rest sammelt sich aber in Geweben wie Knochen, Drüsen, Bindegewebe etc.. Fluoride können auch über die Mundschleimhaut resorbiert werden, so dass auch über Zahnpasten eine Aufnahme erfolgt. So kann sich bei der regelmäßigen Gabe von Minidosen über Tabletten, fluoridiertem Speisesalz, bestimmten Mineralwässern, Schwarztee oder Zahnpasten etc. über Jahre und Jahrzehnte eine durchaus relevante Dosis von Fluoriden im Körpergewebe, ev. auch in den Zellen, mit all seinen „Nebenwirkungen“ und Symptomen, ansammeln. Kein Arzt wird beim Vorliegen einer chronischen Erkrankung auf die Idee kommen, es könnte sich hierbei u.a. um Symptome einer chronischen Fluorid-Intoxikation handeln.

Außer Acht wird auch gelassen, dass Fluoride als Wechselwirkungen mit anderen Umweltschadstoffen nicht nur eine summierende (1 + 1 = 2), sondern auch eine potenzierende Wirkung (1 + 1 = 15) haben können. Diese toxische Wechselwirkung im Sinn einer Erhöhung der giftigen Wirkung ist zumindest bei Fluoriden mit Kunststoffen und mit Quecksilber (z.B. aus Amalgam) bereits bewiesen. Es liegt aber nahe, dass noch weitere potenzierende Wechselwirkungen mit Fluoriden zu finden wären, wenn intensiver danach geforscht werden würde.

Sie stellen des Weiteren richtig dar, dass Zusätze wie Propylparaben und Natrium-Laurylsulfat gesundheitlich ungünstige Beigaben sind, stellen aber Aluminiumverbindungen als gesundheitlich unbedenklich dar. Ihre Annahme, dass bei diesen Zusätzen Aluminium chemisch fest gebunden vorläge ist insofern nicht richtig, weil jede chemische Metall-Verbindung in wässriger Lösung, und damit auch im Speichel, zu bestimmten Teilen in Ionen dissoziiert, sich also löst, und in dieser Form ist Aluminium für den Organismus dann frei verfügbar.

Nebenbei bemerkt ist bei der heutigen Umweltbelastung durch Schwer- und Leichtmetalle jede metallische Verbindung die in den Mund kommt und damit auch über die Schleimhaut resorbiert wird gesundheitlich kontraproduktiv. Gerade bei schweren chronischen Krankheiten wie z.B. Alzheimer, Parkinson, Demenz etc. dürfte ja die Umweltbelastung und damit die toxische Komponente dieser Stoffe und deren Wechselwirkungen untereinander eine größere Rolle spielen als bisher angenommen.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diesen Leserbrief an gut lesbarer Stelle in Ihrer nächsten Ausgabe veröffentlichen würden.

Gerne bietet Ihnen die DGUHT – aktiv für Mensch und Umwelt (www.dguht.de) bei ihren künftigen Recherchen auch an, über ihren wissenschaftlichen Beirat zur besseren Meinungsausgewogenheit mit beizutragen.

 

Dr. Karlheinz Graf

Präsident der DGUHT – aktiv für Mensch und Umwelt

www.dguht.de

 

Wichtige neue Studie, über die Wirkung von Fluoriden auf die Schilddrüse

A major new fluoridation study was published today in the Journal of Epidemiology and community Health–a British Medical Journal (BMJ) publication—and it’s already getting major media attention.  The study, entitled “Are fluoride levels in drinking water associated with hypothyroidism prevalence in England?  A large observational study of GP practice data and fluoride levels in drinking water,” is the first study to ever look at fluoridation and hypothyroidism in a large population (in this case, England).  It found a relatively strong and statistically significant effect, with General Practice (GP) areas being 62% more likely to have high rates of diagnosed hypothyroidism if their drinking water fluoride levels were above 0.7ppm compared to areas with fluoride levels below 0.3ppm.  This was after researchers had accounted for key confounders, which are other factors that influence hypothyroid rates.

In an additional comparison of two large metropolitan regions, one that is artificially fluoridated at a level of about 1.0 ppm (greater Birmingham area), and the other which is nearby and similar demographics but is not artificially fluoridated (greater Manchester), the study found a 94% greater probability that GPs in fluoridated Birmingham would have high hypothyroidism rates compared to Manchester.

For all of England, the prevalence rate of hypothyroidism was almost 10% greater in.those GPs with higher fluoride levels compared to those with lowest levels .

The findings led to the researchers calling for a “rethink of public health policy to fluoridate the water supply,” adding “consideration needs to be given to reducing fluoride exposure, and public dental health interventions should stop [those] reliant on ingested fluoride and switch to topical fluoride-based and non-fluoride-based interventions.”

According to FAN’s Science Director, Chris Neurath, “Scientific and medical research stretching back to the 1920s has shown that fluoride can affect the thyroid.  The levels of fluoride exposure known to lower thyroid function overlap with the levels of exposure known to occur in some people drinking artificially fluoridated water.  Hypothyroidism is a very common disorder in the US.  It can have serious adverse health effects.  Reduced thyroid function in pregnant women is linked to reduced IQ in their children.  There is accumulating evidence that fluoride, at levels within the range fluoridated populations are exposed to, is associated with lowered IQ.  Fluoride’s effect on thyroid function might be the mechanism by which it lowers IQ.”

The article notes that „thyroid dysfunction is a common endocrine disorder…“  The first time fluoride was labeled an endocrine disrupter was in the 2006 report of the National Resource Council of the National Academies. According to the National Institutes of Health, “Research shows that endocrine disruptors may pose the greatest risk during prenatal and early postnatal development when organ and neural systems are forming.” As far as we know, promoters pushing fluoridation have never referred to this ominous label.

READ AND SHARE THE OFFICAL BMJ PRESS RELEASE

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For more information, please also see: 

  • Some of the media articles that reported this on February 24:

-The Telegraph, Fluoride in drinking water may trigger depression and weight gain, warn scientists

-Newsweek, Water fluoridation may increase risk of underactive thyroid disorder

-The Yorkshire Post, Fluoride in water increases risk of thyroid illness ‘by 30 per cent’

-Boots WebMD (Boots is the largest pharmacy in the UK), Scientists call for rethink on fluoride in water

Stuart Cooper
Campaign Manager
Fluoride Action Network