Tumor Treating Fields (TTFields) – eine moderne Ergänzung der Krebstherapie

Illustration eines elektrischen Feld-Konzepts

Tumor Treating Fields (TTFields) sind eine vergleichsweise neue, nicht-invasive Behandlungsmethode für bestimmte Krebserkrankungen. Dabei werden schwache elektrische Wechselfelder eingesetzt, die gezielt auf Tumorzellen wirken. Die Therapie wird ergänzend zu etablierten Behandlungen wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung angewendet.

Wie wirken TTFields?

Krebszellen teilen sich besonders schnell. Genau hier setzen TTFields an:
Die elektrischen Felder stören den Teilungsprozess der Tumorzellen. Dadurch können sich diese nicht mehr korrekt vermehren und sterben schließlich ab. Gesunde Zellen, die sich langsamer teilen, werden weitgehend geschont.

Vereinfacht gesagt:
TTFields bringen Tumorzellen während ihrer „kritischen Wachstumsphase“ aus dem Takt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Therapie erfolgt mit einem tragbaren Medizingerät, zum Beispiel dem System Optune, das vom Unternehmen Novocure entwickelt wurde.
Dabei werden spezielle Elektrodenpflaster auf der Haut über dem Tumorbereich angebracht. Das Gerät erzeugt kontinuierlich die therapeutischen elektrischen Felder.

Für einen möglichst guten Behandlungserfolg sollte das Gerät möglichst viele Stunden pro Tag getragen werden – oft über 18 Stunden täglich.

Bei welchen Erkrankungen ist TTFields zugelassen?

Am besten untersucht und zugelassen ist die Therapie beim Glioblastom, einem aggressiven Hirntumor. Studien zeigen, dass TTFields in Kombination mit der Standardtherapie das Überleben verlängern können.
Darüber hinaus wird die Methode aktuell auch bei anderen Krebsarten wie Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs weiter erforscht.

Die Zulassung erfolgte unter anderem durch die FDA in den USA sowie durch die CE-Kennzeichnung in Europa.

Nebenwirkungen und Verträglichkeit

TTFields gelten insgesamt als gut verträglich.
Die häufigste Nebenwirkung sind Hautreizungen an den Stellen, an denen die Elektroden aufgebracht sind. Schwerwiegende systemische Nebenwirkungen, wie man sie von Chemotherapien kennt, treten in der Regel nicht auf.

Fazit

Tumor Treating Fields sind eine innovative, physikalische Therapieform, die gezielt auf Tumorzellen wirkt, ohne den gesamten Körper stark zu belasten. Besonders beim Glioblastom haben sie sich als sinnvolle Ergänzung zur Standardtherapie etabliert. Ob und für wen TTFields infrage kommen, sollte immer individuell mit dem behandelnden onkologischen Team besprochen werden.

Eine Therapie, die zeigt: Manchmal reicht schon ein gezielter elektrischer „Störimpuls“, um Krebszellen aus dem Konzept zu bringen.

Vitamin D – nicht irgendein Vitamin

Schon in viktorianischer Zeit wurde Blässe als schön angesehen. Tuberkulose wurde in Davos erfolgreich mit Heliotherapie (Sonnentherapie) geheilt. Irgendwann galt dann endlich braune Haut als schön, bis in den 1980ern die Sonne wieder verteufelt wurde.

Vitamin D und seine Bedeutung
Quelle: Holick, M. F. (2014). Cancer, sunlight and vitamin D. Journal of Clinical & Translational Endocrinology, 1(4), 179–186

Wenig Sonne bedeutet aber einen Vitamin-D-Mangel und ein Vitamin-D-Mangel ist alles andere als harmlos!

Vitamin D steuert

  • die Immunantwort
  • den Knochenaufbau
  • die Muskelfunktion
  • die hormonelle Signalübertragung
  • Zellwachstum und programmierten Zelltod
  • Entzündungsprozesse
  • krebsprotektive Signalwege
  • die Aufnahme von Kalzium und Phosphor
  • sogar die Gen-Transkription im Zellkern

Das geht so: Sonnenlicht trifft auf die Haut → die Leber baut das Molekül um → die Nieren aktivieren es → das Hormon reguliert alles von Ihrer Immunität, über die Kalziumaufnahme, bis hin zur Genexpression.

Jede Zelle, die einen Vitamin-D-Rezeptor (VDR) besitzt, „hört“ zu – Gehirn, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Immunzellen, Prostata, Brustgewebe, Dickdarm, Knochen – und viele mehr.

Ein ganzes biochemisches Kommunikationssystem ist auf Vitamin D angewiesen. Ein Mangel von Vitamin D führt nicht nur zu Müdigkeit, Energiemangel und Depression, er führt auch zur Osteoporose und Krebs.

Bei den meisten meiner Patienten hat dies sich bereits „herumgesprochen“ und sie nehmen Vitamin D Präparate. – Das ist eine Möglichkeit, einen gesunden Vitamin D Spiegel zu erhalten. Mein Vorschlag ist ein anderer: Kaufen Sie sich eine UV-B-Lampe mit einer Wellenlänge von 311 nm (Kostenpunkt zirka €40-300) und leuchten Sie diese zum Beispiel auf Ihre Unterarme. Anfänglich nur 10-15 Sekunden, wenn keine Röte entsteht, können Sie am nächsten Tag schon 20 Sekunden bestrahlen und weiter, bis zu mehreren Minuten. Sollte die Haut anfangen zu brennen oder gerötet werden, hören Sie bitte sofort auf. Sie können das auch an anderen Körperstellen machen, aber bitte sehen Sie nichts ins Licht. Für Menschen mit Psoriasis ist das auch eine gute Therapie. Der Vorteil, es ist natürlich und Sie werden Ihre Nieren nicht belasten. Eine andere Möglichkeit ist natürlich ein Sonnenbad, aber bitte ohne Sonnenbrille – aber das ist ein Thema für einen anderen Tag.

Ein schönes Bild ist in der Arbeit:
Holick, M. F. (2014). Cancer, sunlight and vitamin D. Journal of Clinical & Translational Endocrinology, 1(4), 179–186

Warum ich seit einigen Tagen täglich einen Tee vor dem Mittagessen trinke…

…nicht irgendeinen Tee, sondern einen Tee aus geriebenem Ingwer, Zimt und ungefiltertem Apfelessig.

🌿 Ingwer

  • verbessert die Zuckeraufnahme in die Zellen
  • wirkt entzündungshemmend
  • unterstützt die Verdauung und kann Blähungen reduzieren

🌰 Zimt

  • verstärkt die Wirkung von Insulin
  • hilft, Blutzuckerspitzen nach dem Essen abzuflachen
  • kann Heißhunger reduzieren

🍎 Apfelessig

  • verlangsamt die Zuckeraufnahme im Darm
  • unterstützt die Insulinsensitivität
  • fördert ein günstiges Darmmilieu

🔬 Zusammengenommen

Die Kombination kann:

  • den Blutzucker stabilisieren
  • den Stoffwechsel aktivieren
  • entzündliche Prozesse im Körper reduzieren

Besonders sinnvoll ist der Tee bei Insulinresistenz, Prädiabetes, metabolischem Syndrom oder als unterstützende Maßnahme bei Gewichtsregulation.

☕ Anwendung (einfach)

  • frischer Ingwer fein reiben
  • 1/2 Teelöffel Zimt (Ceylon)
  • heißes Wasser, kurz ziehen lassen
  • 1–2 TL Apfelessig erst nach dem Abkühlen zugeben

➡ Am besten vor oder zu einer Mahlzeit trinken.

Zubereitung:

  1. Ingwer und Zimt mit heißem Wasser übergießen
  2. 5–10 Minuten ziehen lassen
  3. Apfelessig erst zum Schluss einrühren

Wann und wie oft?

  • ideal vor oder zu einer Mahlzeit
  • 1–2 Tassen täglich sind ausreichend
  • nicht auf komplett nüchternen Magen bei empfindlichem Magen

Wann ist Vorsicht geboten?

Nicht oder nur nach Rücksprache geeignet bei:

  • ausgeprägter Magenschleimhautentzündung
  • Magengeschwüren
  • starkem Reflux
  • gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. hochdosierte Antidiabetika)

In der Schwangerschaft nur gelegentlich und mild dosiert.